Chronik des Schützenvereins Böttingen

Am 31.Oktober 1969 versammelten sich 31 Personen im Schulhaus Böttingen, um den Schützenverein zu gründen. 26 Personen waren stimmberechtigt. Durch Abstimmung wurde einstimmig die aus der Gründungsurkunde ersichtliche Vorstandschaft gewählt.

Auf Antrag des Schützenvereins überließ die Stadt Gundelsheim dankenswerter Weise am 20.November 1969 einen Teil der Böttinger Kelter , welcher als Schießstand genutzt werden konnte. Der erste Schießbetrieb wurde am 31. Dezember 1969 aufgenommen und bis Oktober 1978 dort abgehalten.

Gebhard Schad tat sich als treibende Kraft hervor, als es darum ging ein eigenes Vereinsheim zu bauen. Da war zunächst die Suche nach einem für das Schützenheim und die Schießanlagen geeigneten Platz. In Zusammenarbeit mit Gemeinderat und Stadtverwaltung fasste man schließlich städtisches Gelände am Baggersee ins Auge. Es musste aber zuerst das Baurecht über einen Sonderbebauungsplan in diesem landschaftlich reizvollen und zum Teil mit Schutzmaßnahmen belegtem Gelände erwirkt werden.

Anfang 1976 führte Gebhard Schad schwierige Verhandlungen mit der Firma Audi-NSU und dem Schützenverband zwecks Überlassung einer Wohnbaracke, die als Schützenheim diene sollte. Am 16. April 1976 wurde das bisher als NSU-Arbeiterunterkunft dienende Gebäude komplett in Neckarsulm abgebaut und nach Böttingen zum Gelände am See transportiert und zwischengelagert.

Das Baugesuch für das Schützenheim und die Luftgewehrhalle wurde am 15. September 1976 bei der Stadt Gundelsheim und nach schwierigen Verhandlungen vom Landratsamt Heilbronn am 26. Juni 1977 genehmigt. Die Baufreigabe erfolgte im Januar 1978.

Im Mai 1978 wurden die Baumaßnahmen eingeleitet. Schon am 7./ 8. Oktober 1978 konnte das erste Schützenfest verbunden mit dem Richtfest, im Schützenhaus durchgeführt werden. Als nächster Schritt wurde 1979 die Luftgewehrhalle erstellt, in welcher dann mit Beginn der Rundenwettkämpfe 1979/80 der Schießbetrieb aufgenommen wurde.

Ein weiterer Höhepunkt der Vereinsgeschichte war 1981 die Fahnenweihe. Die Idee einer eigenen Fahne als Symbol der Vereinszusammengehörigkeit hatte schon Jahre zuvor einige Mitglieder beschäftigt.

Im Februar 1984 hielten wir in der Deutschmeisterhalle in Gundelsheim den Kreisschützentag ab.

Ab 1983 konzentrierte sich der Verein auf die Erweiterung der Schießsportanlagen von 6 Kleinkaliberschießbahnen 50m und einem 25 m Pistolenstand mit 5 Bahnen. 1987 konnte dann der Pistolenstand in Betrieb genommen werden und ein Jahr darauf auch der KK-Stand. 1993 konnte  auf dem Pistolenstand noch eine Duellanlage eingeweiht werden.

1994 zu unserem 25 jährigen Jubiläum hielten wir dann zum zweiten Male einen Kreisschützentag in der Deutschmeisterhalle ab, und im Sommer feierten wir mit einem viertägigen Schützenfest unser  Jubiläum.

in den folgenden Jahren wurde besonderes Augenmerk auf die Renovierung und Instandsetzung des Schützenheimes und der Schießanlagen gelegt.

Ein weiteres Augenmerk wurde auf den sportlichen Bereich gelegt und dabei auch vermehrt in die Jugendarbeit investiert. Die daraus erzielten Erfolge konnten sich in den letzten Jahren  sehen lassen. Die Teilnahme einiger Schützen an den Landesmeisterschaften wurde fast schon zur Selbstverständlichkeit und auch Teilnahmen an den Deutschen Meisterschaften waren in den letzten Jahren an der Tagesordnung.

Heute präsentiert sich am Böttinger See eine respektable Anlage die ausschließlich in Eigenleistung der Vereinsmitglieder erstellt wurde. Die Anlage besteht aus den Schützenhaus, einer Luftdruckwaffenhalle, einem Gewehrstand für Klein - und Großkaliber und einem Pistolenstand für Klein - und Großkaliber.